Pfarrei St.Barbara - Mülheim an der Ruhr

St.Barbara - Christ König - St.Engelbert - St.Mariae Rosenkranz - Sv.Leopold

Die Entstehung der Ladenkirche ist ein adventliches Geschehen. Am Samstag vor dem 1. Advent im Jahre 2004 wurde sie damals im Kohlenkamp feierlich eingeweiht.

Wo ein Wille, da ein Weg, heißt ein altes Sprichwort. Die ursprüngliche Idee kam damals vom BDKJ. Dieser hatte es mit einem Ladenlokal temporär vorgemacht. Die Geistlichen der damals noch 15 Pfarreien gaben der Idee keine Chance. Es waren die Laien, hauptsächlich die Vereine und der Katholikenausschuss – so hieß damals der Katholikenrat – die den Gedanken aufgegriffen hatten und sich mutig dafür einsetzten.

Es gab Krisen und Probleme: die Finanzierung der Raummiete, die Rekrutierung der Ehrenamtlichen und ein Ringen um das Selbstverständnis. Es sollte auf keinen Fall ein Kichenladen werden, sondern eine Ladenkirche, in der auch geistliche Besinnung und Gebet an der Tagesordnung sind. Der Wille hat sich durchgesetzt und immer wieder Wege gefunden.

Dies gilt auch für den heutigen Tag (Einweihung der neuen Räumlichkeiten am 27.11.2021). Und ich danke denen, die gemeinsam mit der Caritas die Ladenkirche erneut auf den Weg gebracht haben. Heute, der 1. Advent 2021, ein wunderbarer Geburtstag unserer Ladenkirche.

Bildschirmfoto 2021-11-30 um 12.14.45.png

 

Damals vor 17 Jahren 2004, bereitete sich die Jugend vor auf den Weltjugendtag 2005 in Köln. Zur Vorbereitung kam das Weltjugendtagskreuz nach Deutschland und auch in unsere Stadt. Die Jugend brachte es die Ruhr entlang auf einem Schiff der weißen Flotte abends zum Wasserbahnhof und von dort zur neuen Ladenkirche. Dort warteten viele Menschen. Das Kreuz kam und eine Jugendliche sang das Lied vom Weltjugendtagskreuz. „Du für mich, wie so groß ist die Liebe“. Diese Jugendliche von damals, Marie Zipp, ist heute hier, nun als junge Frau, und eröffnet 17 Jahre später – auch am 1. Advent – mit diesem wunderbaren Lied die Andacht. Für mich ein emotionaler Moment.

Der adventliche Gedanke "Bereitet dem Herrn den Weg" beschreibt auch den Hintergrund und die Perspektive der Ladenkirche als gemeinsames Projekt von Stadtkirche und Caritas. Als eine Kirche ist es ihr Anliegen, den Herrn und seine Liebe unaufdringlich zu verkünden und den Leuten näher zu bringen, ja eben auch im übertragenen Sinne "den Weg zu bereiten." Allen, die für diesen Gedanken gradestehen und ihre Zeit opfern, danke ich von Herzen.

Manfred v. Schwartzenberg (Mitbegründer der Ladenkirche) 

klick > Bilder